Oder: The Truth About Theorie und Praxis
Und es begab sich zu einer Zeit als Blogger X von seinem grundgesetzlich verbrieften Recht auf Meinungsäußerungsfreiheit Gebrauch machte, dass dies nicht jedem gefiel. Blogger X schrieb seine Ansichten unter seinem wirklich echten Namen und dachte, da er sich auf dem juristischen Boden eines hohen Rechtsgutes bewegte, nicht darüber nach, ob ihm seine Offenheit womöglich Schaden könnte. Er war es gewohnt, auch andere Meinungen zur Kenntnis zu nehmen und nötigenfalls darüber zu debattieren. Niemals jedoch hatte er zuvor jemandem dessen Meinung verbieten wollen. Und so wähnte er sich sicher in einer Scheinwelt, die nur theoretisch so funktioniert, wie es die Väter der Verfassung einst vorsahen.
X musste wohl in jüngerer Zeit jemanden schwer verärgert haben, denn plötzlich stand er mit seinem Blog im Rampenlicht seines näheren und weiteren Umfeldes. Im Rampenlicht derer, die bislang nicht mal von seinem Blog gewusst hatten, geschweige denn, es jemals gelesen oder sich auch nur dafür interessiert hätten . Diese Menschen kamen nun auf X zu und erklärten ihren Unmut darüber, dass X Ansichten verbreite, die nicht ihren eigenen entsprachen, sondern ihnen teilweise massiv zuwider liefen.
Man verlangte von X die Löschung verschiedenster Beiträge und die Beendigung seines Bloggerdaseins. X hätte sich nur wenig für solche Ansinnen interessiert, wenn es nicht von so vielen geäußert worden wäre und wenn die Äußerer nicht seine wichtigsten Auftraggeber gewesen wären.
X versuchte, der Sache auf den Grund zu gehen. Es konnte doch nicht sein, dass plötzlich und zufällig alle seine Kunden seinen Blog und darin auch noch ganz bestimmte Beiträge gefunden hatten. Auf Sachbearbeiterebene schlich er sich an einen seiner größten Kunden heran. Kundenmitarbeiter Z zeigte sich offen und berichtete freimütig, dass die „Sache“ über die „oberste Heeresleitung“ gekommen sei. Dieser wiederum sei ein Papier zugespielt worden, das eine Liste mit kritischen Beiträgen enthielt und mit der Frage endete: „Wollen Sie mit so jemandem zusammenarbeiten?“
X war denunziert worden. Weitere Nachforschungen ergaben, dass die Denunziation breit angelegt und weit gestreut war, um auch wirklich jeden potenziellen Kunden von X zu erreichen. Darunter naturgemäß viele, die bislang nicht Kunden des X waren. Von Z erfuhr X zwischenzeitlich, dass sein Blog nunmehr unter schärfster Beobachtung stehe. Z äußerte, dass die Vorgehensweise nach seiner Auffassung schon fast inquisitorische Züge trage und bedauerte dies.
X verabschiedete sich in eine weitere Stufe der Desillusionierung. Bislang hat er nicht herausfinden können, wer ihn derart massiv angeschwärzt hatte. Und warum ist ihm ebenso unklar geblieben…
Blogger X steckt in der Zwickmühle.
Egal was er macht, so ist er den Schergen der obersten Heeresleitung ausgeliefert.
Kapituliert er nicht, so wird man ihn vernichten.
Kapituliert er, so wird man ihn fortan in Vasallenhaft halten.
Blogger X kann aber etwas tun, womit weder die Denunziantenseite, noch das Lager der obesrten Heeresleitung gerechnet haben:
das Spielfeld wechseln!,
denn wer möchte schon mit Erpressern spielen und ewig erpressbar sein?
Blogger X könnte sein Wissen und Fähigkeiten auch auf einem Terrain, also Spielfeld einbringen, das für ihn lohnend sein könnte.
Auch könnte er die Erpresser beim Namen nennen …, sein Schaden sollte dies nicht sein.
@Herr Entenmann: Ganz so ist es nicht. Ich würde das Schicksal des Bloggers X so beurteilen. Kapituliert er, kann er weiterhin seine Familie ernähren. Kapituliert er nicht, verliert er seine wirtschaftliche Existenz. Krass, aber wahr und von daher eher keiner ernsthaften Abwägung zugänglich. X kann nur aufgeben.
Aus dem gleichen Grund kann er auch keine Namen nennen. Aber was meinen Sie mit Spielfeld wechseln?
Man kann sein Geld auch andernorts verdienen, häufig weiß man dies nur nicht. Zuweilen kann man das, was man durch das Foul anderer auf dem ersten Spielfeld erlitten hat für sich, dabei auf eben dem neuen Spielfeld nutzen.
Bei allen wirtschaftlichen sowie familiären Erwägungen, welche hier nicht leichtfertig in Abrede gestellt oder gar verhöhnt werden sollen, sollte man auch bedenken, daß man, gerade nach gelungener Erpressung auf dem alten Spielfeld, zukünftig erpressbarer sein wird.
Ich denke, hier statuieren ein paar einflussreiche Leute ein Exempel ihrer Macht. Moralisch unter aller Sau, das ist klar, aber mit deutlicher Wirkung und unausweichlich. Neue Spielfelder könnten sich nur in räumlicher Entfernung ergeben und dort gibt es ebensolche Anbieter wie den X. Man müsste also in der Entfernung Revierkämpfe führen, was unter mindestens zweierlei Aspekten nicht sinnvoll ist. Und so wird der X wohl die berühmten kleinen Brötchen backen.
[...] väterliche Freund 3 05 2007 Blogger X erhielt heute am frühen Abend einen Anruf aus der Chefetage eines bisherigen Großauftraggebers. [...]
Hallo, Blogger X,
hast du eine Liste der betreffenden, kritischen Artikel zu sehen bekommen? Wenn sie per eMail an deine Kunden kam, müßte auf dem Ausdruck die Adresse zu lesen sein. Ich tippe hierbei eher auf jemanden, der dir sehr nahe steht, den du mit einem der kritischen Artikel schwer geschadet hast. Suche dir dort deinen Feind und nicht in der Ferne. Denke immer so wie der Feind, der dich zu vernichten trachtet (also so wie der Erpel): Bleibe deinem Feind näher als deinen Freunden – und dann stelle ihn kalt, wenn er es am allerwenigsten erwartet. Melde dich bei mir, vielleicht kann ich helfen.
Im Namen DDLs, alle Hoffnung für dich!
@Asphyx:
Ich wage zu bezweifeln, daß Blogger X oder Blofkap wissen, wer DDL ist bzw. für welches Synonym und welche Person dies Kürzel steht.
Es sei denn, daß Blofkap und Blogger X mit Erpel identisch sind.
Was wissen Sie, Asphyx, eigentlich darüber, welche Art von privaten Kontakten zwischen DDL und Erpel bestanden haben, bevor der mögliche Kontakt zwischen den beiden Personen im realen Leben abgebrochen ist?
Nein, beantworten Sie diese Frage nicht, Sie könnten nur spekulieren und Vermutungen sowie Verleumdungen aussprechen, da Sie das nötige Wissen für wahre Behauptungen in dieser Sache nicht besitzen können.
Es sei denn, daß Sie bei den Kontakten zwischen DDL und Erpel dabei gewesen sind.
Ich hatte eine ganze Weile darüber nachgegrübelt, wie ich auf den Kommentar von Asphyx antworten sollte. Jetzt nachdem ich Wilhelms Kommentar lese, wird mir klar, warum ich zu keinem vernünftigen Ergebnis gelangt bin. Mir fehlt schlicht das Hintergrundwissen. Will sagen: Erpel und DDL sagen mir absolut gar nichts.
Blofkap!
Erpel schreibt auch hier – und er hat sich erkannt!
Frag’ ihn, wie am Schluß sein Verhältnis zu DDL war und du hast die Antwort für Blogger X.
Aber wie vorher schon beschrieben: Halte dir deine Feinde grundsätzlich näher als deine Freunde!
Erpelchen schätzt mich als Feind ein, dabei ist er derjenige, der sich der Meinige Feind schimpft. Ohne zu hinterfragen!